Die Stadt Třeboň befindet sich in Südböhmen, annähernd in der Hälfte des Weges zwischen České Budějovice und Jindřichův Hradec, in einem Flachlandgebiet, das das Becken von Třeboň heißt. Dabei ist es auch das Zentrum des Landschaftsschutzgebietes und des Biosphärischen Reservates des Gebietes von Třeboň (http://chkot.envi.cz/). Die Naturverhältnisse und die Tätigkeit der Leute, die sich hier vom 11. Jhd. niederließen, bestimmten auch den wirtschaftlichen Charakter des Gebietes vor. Die Landschaft des Gebietes von Třeboň wurde jahrhundertelang vom Menschen umgestaltet. Das ursprünglich waldreiche Gebiet mit vielen Torfgründen und Sümpfen wurde im Laufe der Zeit zu einer malerischen Landschaft mit unzähligen mittels Kanäle und Bäche verbundenen Teichen, in der sich Felder mit Wiesen und Mischwäldern abwechseln. Unsere Vorfahren umwandelten die Landschaft allmählich und mit Gefühl, so daß sie nicht beschädigt wurde. Im Gegenteil - Fachleute benutzen den Begriff "das sekundäre Gleichgewicht" für diesen Zustand. Der Pflanzen- und Tierartenreichtum und die Existenz der unikaten Naturlokalitäten führten dazu, daß das Gebiet von Třeboň in das internationale System Biosphärischer Reservate UNESCO eingetragen wurde. Zwei Jahre später wurde das Landschaftsschutzgebiet Třeboň erklärt.
Im Laufe der Geschichte hatte Třeboň neben Český Krumlov immer eine wichtige Stellung als Verwaltungszentrum des sowohl rosenbergischen als auch schwarzenbergischen Dominiums. Der letzte Rosenberger Peter Wok machte die Stadt sogar zum Zentrum seines gesamten Dominiums. Dank der regen Bauaktivität der oben genannten Adelsgeschlechter ist Třeboň eine an kultur-historischen Denkmälern reiche Stadt. Das städtische Denkmalreservat wurde hier bereits 1949 erklärt.
Das Gebiet von Třeboň trägt keine Spuren von Beschädigung, die der Landschaft das Wirken der Industrie bringt, da die meisten Firmen in traditionellen Bereichen tätig sind: Teich-, Brau-, Land-, und Forstwirtschaft, Lebensmittelindustrie oder in verschiedenen eichtindustriezweigen, deren Tradition Ende des 19. Jhds. oder in der Nachkriegszeit begonnen hat: im Kurwesen und in der Bekleidungsindustrie. Das Kurwesen und der Reiseverkehr gehen in der Stadt in den letzten Jahrzehnten am dynamischsten voran und beeinflussen in einem wichtigem Maße das Aussehen sowie den Charakter der Stadt als einer idealen Stelle für Entspannung, Ausruhen, Unterhaltung sowie Belehrung.
Das reiche kulturelle und gesellschaftliche Leben hängt unter anderem auch mit dem Bestehen einiger Mittelschulen und der Anwesenheit zweier Forschungsinstitute der Akademie der Wissenschaften der ČR (Botanik und Mikrobiologie) zusammen, wo sich auch Arbeitsstellen der Studenten der Südböhmischen Universität befinden.















