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Peter Vok von Rosenberg

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Kalendar

Soli Mrtvého moře, bylinné koncentráty

Čas: 17. květen 16:00
Místo: Denní bar
Cena: zdarma

Líbáš jako ďábel

Čas: 17. květen 20:00
Místo: Kino Světozor
Cena: 125,-

Co jíte ? Lenka Lakomá

Čas: 17. květen 18:30
Místo: Denní bar
Cena: zdarma

Taneční večer s kapelou Rondo

Čas: 17. květen 19:00
Místo: Společenský sál
Cena: 30,-

Kalendář akcí

Novinky

 A je to tu! 26. května se opět po roce sejdeme na Masarykově náměstí v Třeboni, abychom společně osedlali svoje jednostopé bezmotorové stroje a objevili další prima místa na Třeboňsku. Nebojte, nepůjde o nejrychlejší časy ani žluté trikoty. My se na kolech kocháme.


 

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Divadelní představení v předplatném.

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Poštolky online

Pokud budete mít čas a chuť, můžete nahlédnout do soukromého života páru poštolek ve věži kostela sv. Jiljí. Do jejich budky jsme nainstalovali kameru, která vše přenáší na internet. Jsou to následující webové adresy: http://mcech.tbn.cz/falco.php, volavky.trebonsko.org. Celý přenos by se nemohl uskutečnit bez technické podpory, kterou zajišťuje firma Skynet a Marek Čech. Díky také pánům P. Pitlovi a Pytelkovi z římsko-katolické farnosti v Třeboni za trpělivost s námi i s dotyčnými poštolkami.

Vašek Bartuška


Petr Vok von Rožmberk lebte in den ersten Jahren seines Lebens in Einsamkeit, im Schatten seines berühmteren und erfolgreicheren Bruders Vilém [Wildelm]. Er erreichte keine besonders wichtigen Funktionen. Er war nur "Seiner Kaiserlichen Gnadens Kammerdiener" und hat in den Jahren 1571 - 1591 mehrmals das Amt des Hauptmanns des Landkreises von Bechyně bekleidet. Seit Hälfte der 60er Jahre des 16. Jahrh. hat er eindeutig seine Vorlieben und Laster bevorzugt. Das hat ihn selbstverständlich zum Zerwürfnis mit seinem Bruder Vilém geführt, aber dieser Streit wurde - wie es so schön der Biograph der letzten Rosenberger, Václav Březan, bemerkt hat - "schön brüderlich geordnet". Am 14. September 1565 hat Petr Vok drei Herrschaften in eigene Verwaltung bekommen. Das entscheidende Wort in wichtigen Fragen hat selbstverständlich der Herrscher Vilém in eigener Hand behalten.

Petr ist zwar selbständig geworden, aber die gewonnenen Herrschaften waren nur Randgebiete. Die Burg Choustník mit der Herrschaft und der Stadt Soběslav, die Festung Želeč bei Tábor und die Stadt Vimperk [Winterberg] konnten den neuen Besitzer nicht besonders befriedigen. Der junge Magnat übersiedelte nach Vimperk, wo das Schloss bestens zum Wohnen ausgestattet war, aber dadurch entfernte er sich dem regen gesellschaftlichen Leben. Auch die häufigen Jagden in den Urwäldern von Boubín [Kubany] und die darauf folgenden Festmahle konnten diese Tatsache nicht ausbessern.

Der jüngste der Rosenberger hat sich das Leben in der Gesellschaft, in der Pracht und Feierlichkeiten zur Gewohnheit gemacht. Bei seinen Kavalierreisen quer durch Europa zur Zeit der Renaissance hat er sich den neuen Lebensstil zu eigen gemacht und war nicht damit einverstanden, dass er sein Leben in rauhen gotischen Gemächern der ihm zur Verfügung gestellten Residenzen bis zum Tode verbringen sollte. Da er das gesellschaftliche Leben nicht aufgeben wollte, hat er im Herbst 1569 ein Haus in der Prager Altstadt erworben und im Juni desselben Jahres hat er auch einen Kaufvertrag über den Kauf der Herrschaft von Bechyně für einen Preis von 23.750 Schock böhmischer Groschen abgeschlossen. (Diesen Betrag hat er bis 1577 abgezahlt!) Sofort ist er hierher übersiedelt und dieser gemütliche Sitz wurde für ganze 23 Jahre seine Heimat. Bechyně hat bei ihm so viel Gefallen gefunden, dass er dieses Haus mit Hilfe von italienischen und böhmischen Künstlern zu einem herrlichen Renaissance-Schloss hat umbauen lassen.

Bald hat sich aber ein grosses Problem gezeigt: die Schulden. Für die Kosten des Umbaus von Bechyně musste sich Petr Vok immer wieder weiteres Geld ausleihen und mit den Rückzahlungen hat er keine besondere Eile gezeigt. Das war übrigens üblich auch bei anderen Herren, die sich bei sparsamen Rittern, Bürgern und jüdischen Wucherern Geld ausgeliehen haben und mussten es mit sechprozentigen und sogar auch noch höheren Zinsen wieder zurückzahlen. Nicht so aber der Herr von Bechyně. Nach dem Historiker Václav Březan hat dieser "lustige, gutmütige, ehrwürdige, gut freigebige Herr und Schmausbruder" Schulden von etwa 180.000 Schock meissner Groschen zustande gebracht. Zum Vergleich: die ganze Herrschaft von Bechyně war etwa den vierten Teil wert.

In den Jahren 1573 - 1577 erreichten seine finanziellen Probleme ihren Höhepunkt. Die Gläubiger haben abgelehnt weiteres Geld zu borgen, andere finanzielle Quellen waren vertrocknet und die Wucherer wollten ihr Geld zurück. Auf Petr wurden Haftbefehle ausgestellt. Das hat bedeutet, er dürfe seinen Sitz nicht verlassen, anderswo konnte er verhaftet und in ein Schuldnergefägnis gebracht werden. Obendrein haben die Beziehungen zwischen den beiden letzten Rosenbergern ihren Tiefpunkt erreicht. Vilém´s Worte "Der liebe Herrgott möge mich davor behüten, ihn in dieser unordentlichen Lebensweise zu unterstützen" sprechen für sich. Trotzdem hat aber Vilém im J. 1575 für seinen Bruder Garantien geleistet und die Lage hat sich wieder geebnet.

Auch trotz aller Ungnade des Schicksals war das damalige Leben in Bechyně nicht schlecht. Herr Vok durfte sich nicht zu sehr entfernen und so hat er seine Freunde zu sich geladen. Nach überlieferten Nachrichten war er wirklich ein typischer Gastgeber der Renaissance-Zeit, aber gleichzeitig auch ein Konsument. Nach erhaltenen Registern hat er sich die köstlichsten zeitgenössischen Speisen bereiten lassen und hauptsächlich - und vor allem - hat er den guten Trunk genossen. Dem hat er sich mit wirklich ausserordentlichem Fleiss gewidmet. Er hat das angesehene und berühmte Bier aus Rakovník geliebt und Weine hat er sich in grossen Mengen nicht nur aus Böhmen und Mähren, sondern auch aus Österreich, Ungarn und aus dem Rheinland zukommen lassen.

Über Trinkgelage, die sich in Bechyně manchmal über mehrere Tage hingezogen haben, sagen reichliche Archivquellen des Archivs in Třeboň aus. Der junge Rosenberger versuchte durch das Trinken das kummervolle Schicksal des Zweitgeborenen, die Schulden, die Verantwortung zur Tradition der Familie, und nur der Himmel weiss noch was, zu vergessen. Die Trinkgelage am Schloss Bechyně waren auch durch ihre feste Ordnung berühmt und sie gingen von festen und genauen Schmausregeln aus und es war nicht ratsam diese Regeln zu verletzen. Ist so etwas geschehen, dann wurde der Unglückliche gezwungen sogenannte Busse, d.h. einen Busse-Becher mehr, zu trinken und er wurde in die Busseregister eingetragen, die Petr Vok in den Jahren 1573 - 1576 bei seinen Trinkgelage geführt hat.

Wenn wir jetzt die vergilbten Blätter der Archive durchblättern, so finden wir ganz sonderbare Eintragungen, zwar nicht von besonderer Gedankentiefe, aber trotzdem recht interessant. Jeder der Weine hat eine andere Weise ertönen lassen. "Was auch immer du tust - denke an den Herrgott", notierte hier Herr Zdeněk Březký. Aleš Volbram hat ähnlich angefangen, aber die Worte "Gott der Herr ist mein Gehilfe und Mariechen ist meine Lust" waren schon eine andere Aussage. Andeutungen auf Anwesende, beim Tisch bedienende Frauen, waren relativ häufig, und manche waren recht gepfeffert. So z.B. schreibt Aleš Dejm aus Střítež gefühlsvoll "Kätchen hat die beste", dagegen der Richter aus Písek hat nur traurig bemerkt: "Casta est quam rogavit - Tugendhaft ist die, die niemand verlangt hat".

Mancher der Weinliebhaber erinnerte sich an seine Heimat. Es waren nicht immer fröhliche Gedanken. "Meine Stute hinkt und meinem Weib fehlt die Keuschheit" schreibt verzweifelt Simeon Běšín von Běšiny. Ein anderer Weinliebhaber, Víta von Rzavé, der ebenfalls gekommen war um sein kummervolles Schicksal zu vergessen, ebenso wie sein Gastgeber, schrieb resignierend "Ich hab´nichts - alter Freier". Bei allen Eintragungen endete der Text mit dem obligatorischen "Ich habe die Busse getrunken".

Unter den eingetragenen Gästen könnten wir eine recht verschiedene Gesellschaft finden, von Herren und Rittern bis zu Vertretern des geistlichen Standes, wie auch gewöhnliche Bürger. Von den mehr bekannten Personen können wir die schwungvolle Eintragung des energischen Jakub Krčín von Jelčany und Sedlčany finden, auf der anderen Seite finden wir auch den berühmten Magister Johannes Mattioli, Arzt und Imker, der sich mit Freude und in Latein bekannt hat: "Venus, du bist mein Tod!",

Es ging sehr lustig zu im Festmahlsaal des Schlosses von Bechyně. Es gab so viel zu essen und zu trinken, dass manche, wie z.B. Jindřich Kořenský gestehen musste "tri- tri- trinken kann ich nicht mehr!". In schlimmerer Lage war Bohuslav von Bužice, der offen zugeben musste "er habe über den Schlagbaum erbrechen müssen". So sieht man, dass es beim Herrn von der Rose nicht immer nur lustig vor sich ging. Im grossen und ganzen haben die Eintragungen einen ausgelassenen Charakter und manchmal bewegen sie sich bis an der Grenze der "guten Kinderstube" der Festmahlteilnehmer.

Doch jede Münze hat zwei Seiten. Die Eskapaden des Herrn Vok fanden ihren Schluss im Februar 1580, als er 41 Frühlinge alt wurde und die damals dreizehnjährige Kateřina [Katharina] von Ludanice, die er wirklich geliebt hat, zu seiner Frau gemacht hat. Dank ihr hat er es geschafft sich von der früheren Lebensweise, von seiner Schwelgerei loszusagen. Nach dem Ableben seines Bruders Vilém hat er an der Spitze des riesigen Rosenberger Dominiums gestanden und ist zu einem wirklich guten Wirtschaftler und liebenswürdigen Herscher geworden. In den letzten Lebensjahren und besonders nach dem Tode seiner Frau Kateřina (1601) nahm er recht oft seinen Busseregister in die Hand, dachte an die heldenhaften Trinkgelage und Festmahle, zu gleicher Zeit aber musste er auch oft Kreuzchen und Daten der Todestage seiner Gefährten dazuschreiben. Aber so ist eben einmal das Leben.